Berechnen Sie die Gewinnschwelle nach Stückzahl, Mindestumsatz, Deckungsbeitrag und die benötigten Verkäufe für Ihren Zielgewinn.
Ihr Unternehmen muss ca. 500 Stück (USD 25,000 Gesamtumsatz) pro Periode verkaufen, um USD 10,000 Fixkosten zu decken.
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Die Gewinnschwelle (Break-Even-Point) ist der betriebswirtschaftliche Punkt, an dem die Gesamteinnahmen genau den Gesamtausgaben entsprechen. An diesem Punkt erwirtschaftet Ihr Unternehmen einen Gewinn von genau null: Sie machen keinen Verlust, haben aber auch noch keinen Reingewinn erzielt. Sobald die Gewinnschwelle überschritten wird, trägt jeder weitere Euro Umsatz direkt zum Nettogewinn bei. Die Berechnung der Gewinnschwelle hilft dabei, Verkaufsziele festzulegen, Mindestpreise zu bestimmen und zu prüfen, ob ein Geschäftsmodell seine fixen Betriebskosten realistisch decken kann.
Die Break-Even-Analyse gibt Inhabern eine objektive Orientierung für die finanzielle Tragfähigkeit. Statt den nötigen Umsatz zu schätzen, ermittelt der Rechner die exakte Stückzahl oder den Mindestumsatz zur Deckung aller Fixkosten und variablen Kosten. Diese Analyse ist unverzichtbar bei Preisfestsetzungen, Personalentscheidungen, Investitionen oder Bankgesprächen. Sie dient auch als Risikocheck: Übersteigt die nötige Stückzahl die Marktgröße oder Produktionskapazität, muss die Strategie angepasst werden.
Die Berechnung basiert auf drei Hauptgrößen: Fixkosten (F), Verkaufspreis pro Stück (P) und variable Kosten pro Stück (V). Zuerst wird der Deckungsbeitrag pro Stück ermittelt: DB = P - V. Danach berechnet sich die Break-Even-Stückzahl: Break-Even-Stückzahl = F ÷ DB. Für den Mindestumsatz multipliziert man die Stückzahl mit dem Verkaufspreis oder teilt die Fixkosten durch die Deckungsbeitragsquote (DB-Quote = DB ÷ P): Break-Even-Umsatz = F ÷ DB-Quote. Beispiel: Ein Unternehmen hat 10.000 € monatliche Fixkosten. Ein Produkt wird für 50 € verkauft, die variablen Kosten betragen 30 €. Deckungsbeitrag (DB) = 50 € - 30 € = 20 € pro Stück. DB-Quote = 20 € ÷ 50 € = 0,40 (40 %). Break-Even-Stückzahl = 10.000 € ÷ 20 € = 500 Stück. Break-Even-Umsatz = 10.000 € ÷ 0,40 = 25.000 €. Das Unternehmen muss monatlich 500 Stück (25.000 € Umsatz) verkaufen, um alle Kosten zu decken.
Für eine präzise Break-Even-Modellierung ist die Unterscheidung zwischen Fixkosten und variablen Kosten entscheidend. Fixkosten: Betriebsausgaben, die unabhängig von Verkaufs- oder Produktionsmengen konstant bleiben. Dazu gehören Büromiete, Software-Abos, Festgehälter, Versicherungen und Geräte-Leasing. Variable Kosten: Ausgaben, die direkt mit dem Produktions- oder Verkaufsvolumen steigen. Beispiele sind Rohstoffe, Verpackung, Fertigungslohn pro Stück, Versandkosten und Zahlungsgebühren. Die genaue Zuordnung sichert praxisnahe Ergebnisse.
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Verkaufspreis verbleibt. Er zeigt, wie viel Geld jedes verkaufte Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt: DB = P - V. Die Deckungsbeitragsquote drückt diesen Wert in Prozent des Verkaufspreises aus. Ein höherer Deckungsbeitrag deckt Fixkosten schneller ab und senkt die Gewinnschwelle. Ein geringer Deckungsbeitrag erfordert dagegen deutlich höhere Verkaufsmengen für dieselben Fixkosten.
Um die Gewinnschwelle zu senken und schneller Gewinn zu machen, stehen drei Stellschrauben bereit: 1. Verkaufspreis erhöhen (P): Ein höherer Preis steigert den Deckungsbeitrag pro Stück und verringert die nötige Verkaufsmenge. 2. Variable Kosten senken (V): Verhandlungen bei Materialpreisen, Versandkosten oder Zahlungsgebühren erhöhen die Marge pro Verkauf. 3. Fixkosten reduzieren (F): Einsparungen bei Miete, Abos oder Dienstleisterverträgen verringern direkt den erforderlichen Gesamtumsatz bis zur Gewinnschwelle.
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